
Bei vielen Krankheiten gehören Schmerzen in manchen Phasen oder sogar dauerhaft mit zum Krankheitsbild. Das Ausmaß dieser Schmerzen ist bei verschiedenen Menschen sehr unterschiedlich.
Manche Menschen erleben auch körperliche Schmerzen ohne dass eine entsprechende körperliche Erkrankung gefunden werden kann. Man weiß heute, dass es sich hier meist nicht um „Simulanten“ handelt, sondern um Menschen, dessen Schmerzübertragungen anders funktionieren. Sie erleben diese Schmerzen tatsächlich und leiden oft nicht weniger darunter, als Menschen mit einer nachgewiesenen körperlichen Erkrankung.
Bei Schmerzen entsteht meist ein Kreislauf zwischen Schmerzen, muskulärer Anspannung und Stimmung. Diese drei Ansatzpunkte können sich negativ aufschaukeln, sie können sich aber auch gegenseitig positiv verstärken.
In der psychologischen Schmerztherapie wird an allen drei Punkten angesetzt, um zu einer positiven Aufschaukelung und damit Schmerzlinderung zu kommen.
Ein großes Angebot verschiedener Entspannungstechniken (hypnotherapeutische Tiefenentspannung, Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Atemtherapie, Bewegungsübungen u.a.) fördert die muskuläre Entspannung.
Mit systemischen Gesprächsmethoden und verhaltenstherapeutischen Strategien, aber auch mit Hypnotherapie wird an einer ausgeglichenen, zuversichtlichen, genussvollen Stimmung gearbeitet.
Und im Gespräch wird eine sinnvolle medikamentöse Schmerztherapie vorbereitet oder begleitet, um direkt an den Schmerzen anzusetzen.
Gerade mit Hilfe der Hypnotherapie können Schmerzen deutlich gelindert werden und sie werden als weniger belastend erlebt (Beispiel: Zahnarztbehandlungen unter Hypnose machen Betäubungsmittel oft unnötig!).