Eingriffe/Blockaden

Rückenschmerzen können die verschiedensten Ursachen haben.

Entscheidend für eine gute Therapie ist die exakte Diagnose der Schmerzursache. Es macht einen gewaltigen Unterschied für die Therapieplanung und Gestaltung, ob der Schmerz durch Quetschung eines Nervs (Bandscheibenvorfall) oder durch eine Wirbelgelenksarthrose verursacht ist.

In der „Speziellen Schmerztherapie“ wird für die Ursachenfindung ein sehr großer Aufwand betrieben. Allgemein gilt, dass Röntgenbilder, CT oder MRT-Untersuchungen von weit untergeordneter Bedeutung sind, da diese uns zwar die Knochen- oder Bandscheibenveränderungen anzeigen, nicht jedoch die tatsächliche Schmerzursache. Viel wichtiger ist in diesem Zusammenhang die Beschreibung und Besonderheit des Schmerzes, da dies die vielen verschiedenen möglichen Schmerzursachen eingrenzt.

Da auch dies keine 100% Aussage zulässt, setzt man in der „Speziellen Schmerztherapie“ auch eine entsprechende spezielle Diagnostik ein.

So sind bei Rückenschmerzen, die nicht über das Knie hinweg ausstrahlend sind, die Bandscheiben aller Wahrscheinlichkeit nach nicht direkt am Schmerzentstehen beteiligt. Wurde im CT- oder MRT ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert, denken viele Patienten automatisch, dass ihre Schmerzen auf diesen Bandscheibenvorfall zurückzuführen sind. Dies stimmt jedoch oft nicht.

Vielmehr ist die Schmerzursache der klassischen Lumbalgie (Rückenschmerz ohne Ausstrahlung über das Knie) meist an den kleinen Wirbelgelenken zu suchen. Nicht zu selten sind sogar die Bandscheiben und die kleinen Wirbelgelenke an der Schmerzentstehung gleichermaßen beteiligt. Dies gilt es nun auseinander zu halten.

Eine relativ einfache Methode ist unter anderem die so genannte Facettengelenksblockade. Darunter  versteht man das gezielte Einspritzen von Medikamenten in den Wirbelgelenksspalt.

Ziel ist es zunächst zu beweisen, dass der Schmerz von den kleinen Wirbelgelenken ausgeht oder nicht.

Man erreicht dies durch Einspritzen von Lokalanästhetika in den Gelenkspalt. Dieses wirkt für ca. 2-3 Stunden, in dem es die schmerzende Gelenkkapsel und die zuführenden Nerven betäubt.  Nach Abklingen der Wirkdauer des Medikaments (2-3 Stunden) kommt der Schmerz natürlich wieder. Aber für die Dauer von 2-3 Stunden muss der Schmerz deutlich reduziert sein. Aus diesem Grund ist dies kein therapeutisches, sondern ein diagnostisches Verfahren.

Ist der Schmerz aber für 2-3 Stunden reduziert, kann man definitiv davon ausgehen, dass die kleinen Wirbelgelenke an der Schmerzentstehung beteiligt oder sogar hauptverantwortlich sind.

Wir können also eine Diagnostik durchführen, die eine gezielte Aussage zum Schmerzentstehen zulässt, eine Aussage, die wir durch Röntgen nicht erlangen können.

Ist die Testung erfolgreich können folgenden Verfahren, unter Umgehung von Operationen (Versteifung der Wirbelsäule = Spondylodese), zum Einsatz kommen.

Arthrose ist eine häufige degenerative Gelenkerkrankung, die mit Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit einher geht  und oft zur Invalidisierung führt. Dabei geraten verschiedene Schutzmechanismen aus dem Gleichgewicht. Es kommt es zu einer starken Erniedrigung der Synovialflüssigkeit ("Gelenkschmiere"). Ihre schmierenden und stoßdämpfenden Effekte sowie die Molekülfiltereigenschaften, die wichtig sind für das Abfangen von Entzündungsmolekülen, vermindern sich.

Die hyaluronsäurereiche Schutzschicht der Knorpeloberfläche löst sich auf. Dadurch sind die Knorpeloberfläche und die Synovialmembran verstärkt mechanischen und entzündlichen Einflüssen ausgesetzt. Die Synovialmembran entzündet sich, sie kann das Gelenkinnere nicht mehr vor dem Eindringen von Entzündungsmolekülen schützen. Der Gelenkknorpel wird schrittweise abgebaut.   
Zu den am meisten von arthrotischen Veränderungen betroffenen großen Gelenken zählen das Knie (Gonarthrose), die Hüfte (Coxarthrose) und die Schulter. Aber auch kleine Gelenke wie kleinen Wirbelgelenke, das Daumensattelgelenk oder das Großzehengrundgelenk können starke Beschwerden verursachen. Die langfristige, stadiengerechte und individuelle Arthrosetherapie stützt sich auf drei Säulen:

  • nichtmedikamentöse Maßnahmen
  • medikamentöse Therapie
  • Operation (z.B. Gelenkersatz).

Hyaluronsäuregaben, direkt ins Gelenk injiziert, zeigten kurz aber auch längerfristige Erfolge. Empfohlen wird der Einsatz schon in einem relativ frühen Arthrosestadium, insbesondere dann, wenn nicht-pharmakologische Maßnahmen und einfache Analgetika nicht mehr ansprechen oder wenn NSAR kontraindiziert sind, nicht hinreichend wirken oder unakzeptable Nebenwirkungen verursachen.

Die von mir eingesetzte Hyaluronsäure ist  eine besonders reine und hochvisköse (dickflüssig). Durch fermentative Herstellung enthält sie keine tierischen Eiweiße. Sie ist absolut rein und ruft keine allergischen Reaktionen gegen tierisches Eiweiß hervor. Hyaluronsäure hat eine körper-eigene Struktur und ist in der Gelenkflüssigkeit vorhanden. Sie verbessert die Gelenkschmierung und hemmt die Entzündung. Es kommt zur Knorpelerholung. Außerdem regt sie die körpereigene Hyaluronsäure Produktion an. Die Gelenkfunktion wir durch Hyaluronsäure harmonisiert. Der Schmerz wird für längere Zeit reduziert. In wöchentlichen Abständen sollten 3 - 5 Injektionen in das betroffene Gelenk erfolgen.

Eine Besserung der Schmerzen und der Beweglichkeit tritt im Allgemeinen schon nach wenigen Injektionen ein. Nach 5 Injektionen kann diese Wirkung etwa 6 - 12 Monate anhalten.

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