
Tumorschmerzen
Sehr viele Krebspatienten leiden an starken und stärksten Schmerzen – durch den Tumor selbst oder teils aggressive Therapiemaßnahmen. Sie treten insbesondere bei fortgeschrittener Erkrankung auf, aber auch in frühen Tumorstadien hat bereits ein Drittel der Patienten Schmerzen.
Krebspatienten leiden besonders stark unter ihren Schmerzen. Denn durch ihre Krankheit stehen sie ohnehin unter hohem psychischen Druck. Die Schmerzproblematik verstärkt bestehende Ängste und führt häufig zu einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit.
Eine angemessene Tumortherapie setzt daher eine effektive Schmerzbehandlung voraus: Nicht die Schmerzen sondern positive Aspekte des Lebens sollen den Alltag dominieren.
Leider sieht die Realität heute anders aus. Viel zu viele Tumorpatienten sind schmerztherapeutisch unterversorgt und leiden unnötig Qualen. Das zu verbessern, ist Ziel unseres Engagements. Darüber hinaus versuchen wir durch Fortbildungen für Patienten und Angehörige, Pflegemitarbeitern aber auch für Ärzte mit gezielten Informationen, Vorurteile auszuräumen und bestehende Defizite abzubauen.
Die Palliativmedizin widmet sich der Behandlung und Begleitung von Patienten mit einer nicht heilbaren, voranschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung. Die Palliativmedizin bejaht das Leben und sieht das Sterben als einen natürlichen Prozess. Sie lehnt aktive Sterbehilfe in jeder Form ab.
Palliativmedizin ist keine Sterbemedizin. Die palliativmedizinischen Methoden und Einstellungen sind auch in früheren Stadien der Erkrankung gefordert, zum Teil schon sobald die Diagnose bekannt ist. Ziel ist es dem Patienten ein möglichst beschwerdefreies (z.B. schmerzfreies) Dasein zu ermöglichen. Palliativmedizin bejaht das Leben und ist gegen eine Verkürzung, allerdings auch gegen sinnlose Therapieversuche, die den Patienten belasten und verhindern, dass der Patient die verbleibende Lebenszeit optimal nutzen kann. Nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben geben!
Häufig kommt es im Verlauf der Erkrankungen zu Krisensituation durch zunehmende Schwäche, Infektionen, Wasseransammlung in Beinen, Bauch und Lunge und vieles mehr. Betroffene leiden dann oft an Mattigkeit, sehr starken Schmerzen, schwerster Atemnot und vielen anderen Beschwerden. In der Behandlung gilt der Grundsatz, dass nicht unbedingt das medizinisch Mögliche auch das medizinisch Sinnvolle ist.
In der Sterbebegleitung geht es darum, Menschen in ihren letzten Tagen und Stunden vor ihrem Tod Beistand zu leisten.
Es ist zu unterscheiden zwischen dem privaten Abschiednehmen und Trostspenden der Angehörigen und Freunde einerseits und den beruflich bedingten Diensten und Pflichten von Pflegekräften, Ärzten und Seelsorgern andererseits. Besonders in der Sterbephase ist es notwendig für eine sehr gute Behandlung von Schmerzen, Atemnot, Durstgefühl und Angst zu sorgen. In Deutschland bestehen hier trotz vieler Fortschritte noch erhebliche Defizite.
Unsere Praxis steht mit seinen spezialisierten ärztlichen Leistung den Palliativpatienten im häuslichen Umfeld und Hospiz im 24h Bereitschafts-/Rufdienst, auch an Wochenenden und Feiertagen zur Verfügung. Die Patienten sind im Rahmen der routinemäßigen Hausbesuche regelmäßig visitiert. Sollten unvorhergesehene Probleme auftauchen bietet der Bereitschafts-/Rufdienst durch zusätzliche Hausbesuche die Möglichkeit die Konsultation des ärztlichen Notdienstes oder Notarztes zu umgehen. Somit werden nicht gewünschte und sinnlose Krankenhauseinweisungen verhindert.